Prosit Neujahr

Eine Chance für das Teehaus

Ursula Knoll Mit dem Teehaus verbinden sich Geschichte und Geschichten. Das kleine Gebäude in der Weinlage Hoheburg gehört zu Ruppertsberg. Es vermittelte eine anmutige Heiterkeit, die so gut zum Lebensgefühl in unserem Dorf passt. Das Brandereignis hat viele Mitbürgerinnen und Mitbürger berührt, als sei einem lieben Freund ein Unheil geschehen. Die traurige Ruine ist eine Wunde im Gesicht Ruppertsbergs. Viele hoffen auf einen Wiederaufbau und warten auf die Zeit, in der sie selbst etwas für das Teehaus tun können.

Das Teehaus ist seit dem Brand Thema in Familien und Freundeskreisen unsers Dorfes. In vielen Gesprächen wird die Vergangenheit wach, wenn ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger von den sonntäglichen Treffen im Teepavillon berichten, von den umfangreichen Vorbereitung und dem Stolz der Belegschaft des Hofguts, wenn sich die Gäste gut gelaunt, voller Zufriedenheit verabschiedeten. Aber auch die Erinnerungen an karge Entlohnung, teils in Geld, teils in Deputat, also Lebensmitteln und Kleidung, bleiben dabei nicht ausgespart.

So ist das Teehaus eine Brücke in die Vergangenheit und hält diese in uns lebendig. Zu wissen, woher man kommt ist für die Einordnung unseres Lebens wichtig. Das Erbe der Vergangenheit gehört allen. Es ist uns als Geschenk auf Zeit anvertraut, um es an die uns Nachfolgenden weiter zu reichen. Dies ist für mich ein starker Antrieb mich im Interesse unseres Dorfes im Förderverein Teehaus Ruppertsberg für den Wiederaufbau dieses bedeutenden Baudenkmals einzusetzen.

Freunde hat Ruppertsberg auch in Binswangen, einem Nachbarort unserer Partnerstadt Höchstädt a.d. Donau.  Bei Konzerten des Ruppertsberger Männergesangvereins mit der  Chorgemeinschaft Höchstädt-Binswangen lernten wir uns vor etlichen Jahren kennen. Die Verbindung wird seit dem ersten Treffen gepflegt, als man feststellte wie sehr uns gemeinsame Werte verbinden. Bei einem Freundschaftsbesuch der Binswanger in unserem Dorf sah Alexander Gumpp die Teehausruine und wollte wissen, wieso der Pavillon nicht schon längst wiederhergestellt ist.

Nach einer kleinen Weile des konzentrierten Nachdenkens hatte er den Holzbedarf abgeschätzt und sagte spontan: "Das Holz für das Teehaus kriegt Ihr von Gumpp und Maier als Spende." Herr Gumpp betreibt zusammen mit einem Partner das Holzbauunternehmen Gumpp und Maier. Wer die Internetseiten der Firma besucht, sieht sofort: Hier sind exzellente Fachleute am Werk, die gewohnt sind große Herausforderungen anzunehmen und zu bestehen. Ein Glücksfall  für uns Ruppertsberger und für unser Teehaus. Ich werde Anfang August zum Juibiläum des Musikvereins nach Binswangen fahren und den Dank des Ruppertsberger Gemeinderats, der Freunde des Teehauses und aller Ruppertsberger persönlich zu überbringen. Vielleicht sehen wir uns auch bei der Ruppertsberger Kerwe.

Ursula Knoll
Ortsbürgermeisterin

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